Gose

gose Gose

Die Gose ist ein obergäriges Weizenbier, welches ursprünglich aus Goslar kommt und sich von dort über Halle, Dessau bis Leipzig verbreitete. Der namensgebende Fluss, die Gose, ist stark mineralhaltig, und bei der weiteren Verbreitung wurden die im Brauwasser nicht vorkommenden Mineralien durch Salz ersetzt.

Die Leipziger Gose wird mit Salz und Koriander aromatisiert. Sie ist unfiltriert, nicht pasteurisiert und gärt in der Flasche nach.

War im Mittelalter die Gose noch ein spontanvergorenes Bier, wird heute kontrolliert mit obergäriger Hefe und Lactobacillus vergoren. Die Gose ist somit heute kein echtes wildes Bier, aber bei der Vergangenheit drücken wir mal ein Auge zu.

Die Gose war zur Wende in Leipzig ausgestorben. 1966 schloss in Leipzig die letzte Gosenschänke. 20 Jahre später, 1986, eröffnet wieder eine Gosenschenke. Ende der 90er Jahre kommt durch Initiative von Tilo Jännichen die Rittergut Gose dazu, und im Jahre 2000 eröffnet der Bayerische Bahnhof unter Leitung von Thomas Schneider mit einer weiteren Gose-Braustätte.

In Goslar wird seit 2004 vom Brauhaus Goslar auch wieder eine Goslarsche Gose gebraut. Durch die Craft-Beer-Bewegung inspiriert wird Gose mittlerweile auf der ganzen Welt gebraut, und insbesondere in den USA wird oft mit weiteren Zutaten als Koriander und Salz angereichert.